17.09.2026
Erfolgsgeschichten
Carlotta Behnes
1000 kW Ladeleistung im Emsland: Schnellladeinfrastruktur von Schmees für Lohnunternehmen Moormann-Schmitz
Wenn landwirtschaftliche Maschinen elektrisch werden, muss auch die Ladeinfrastruktur mitwachsen. Beim Lohnunternehmen Moormann-Schmitz in Kluse wurde erstmals im Emsland eine Power Unit mit 1.000 kW Ladeleistung in Betrieb genommen. Die Schmees Gruppe aus Rhede (Ems) durfte die Ladeinfrastruktur aufbauen.

Anfang September wurde die Station im Rahmen des AGIT-Demotags offiziell in Betrieb genommen. Vor Ort konnten Besucher erleben, wie leistungsfähig elektrische Antriebe inzwischen auch im landwirtschaftlichen Einsatz sein können.
1.000 kW: Ladeleistung für die nächste Generation
Für einen elektrischen Pkw sind hohe Ladeleistungen längst keine Besonderheit mehr. Bei Nutzfahrzeugen, Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen verändern sich die Anforderungen jedoch grundlegend.
Große Batteriekapazitäten treffen auf lange Einsatzzeiten und enge Zeitfenster. Die Ladeinfrastruktur muss deshalb leistungsstark, zuverlässig und flexibel sein.
Genau hier setzt die Lösung von Schmees bei Moormann-Schmitz an: Eine CCS-Ladestation kombiniert mit einer Power Unit mit 1.000 kW ermöglicht leistungsstarkes Schnellladen auch dort, wo die vorhandene Netzinfrastruktur eine solche Leistung nicht ohne Weiteres bereitstellen könnte.
Für das Emsland ist das ein besonderer Meilenstein: Zum ersten Mal wurde eine Power Unit mit 1.000 kW Ladeleistung in dieser Form in Betrieb genommen.


Elektromobilität für elektrische Traktoren
Der Standort von Moormann-Schmitz bot dafür einen passenden Praxisrahmen. Als Lohnunternehmen arbeitet der Betrieb mit Fahrzeugen und Maschinen, bei denen Verfügbarkeit entscheidend ist.
Beim AGIT-Demotag wurde deutlich, wohin die Entwicklung geht: Neben elektrischen E-LKW standen auch elektrische Traktoren und weitere landwirtschaftliche Maschinen im Mittelpunkt.
Damit verschiebt sich auch die Frage rund um Ladeinfrastruktur. Es geht nicht mehr ausschließlich darum, möglichst viele Ladepunkte zu installieren. Entscheidend wird vielmehr:
Wie viel Leistung wird benötigt und wann?
Gerade bei schweren Nutzfahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen müssen Ladeleistung, Speicherkapazität, Netzanschluss und Einsatzzeiten zusammenspielen.
AGIT-Projekt: Grenzüberschreitende Entwicklung im ländlichen Raum
Das AGIT-Projekt beschäftigt sich genau mit diesen Herausforderungen. Als grenzüberschreitendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Rahmen des Interreg Deutschland-Nederland Programms werden innovative Lösungen für mobile Ladeinfrastruktur im ländlichen und landwirtschaftlich geprägten Raum entwickelt und erprobt.
Moormann-Schmitz bringt als Praxispartner seine Erfahrung aus dem Lohnunternehmerbereich ein. So kann die entwickelte Technik unter realen Bedingungen dort erprobt werden, wo Ladeinfrastruktur später tatsächlich funktionieren muss.


Ladeinfrastruktur von Schmees für landwirtschaftliche Maschinen
Für Schmees war das Projekt eine besondere Gelegenheit, leistungsstarke Ladeinfrastruktur in einem zukunftsweisenden Anwendungsfeld umzusetzen.
Denn eines zeigt das Projekt sehr deutlich: Die Elektrifizierung endet nicht beim Pkw. Mit zunehmender Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen und Traktoren steigen auch die Anforderungen an Ladeleistung und Infrastruktur.
Mit der Installation der CCS-Ladestation und der Power Unit bei Lohnunternehmen Moormann-Schmitz wurde im Emsland ein weiterer Schritt in Richtung leistungsfähiger Elektromobilität im ländlichen Raum gemacht.
Und die 1.000 kW zeigen, wohin die Reise geht.